Sydney ist für uns wohl einer der schönsten Großstädte, die wir auf unserer bisherigen Reise gesehen haben. Rein der Anblick der berühmten Oper und der Harbourbridge ist eine Augenweide. Je nach Lichtverhältnisse verändern sich die Segeln der Oper - welche scherzhaft als kopulierende Schildkröten gesehen werden - von weiß bis rosarot-orange. Bei Nacht glitzert die Stadt wie ein Christbaum und der saubere Hafen ist gesäumt von Palmen und gemütlichen Restaurants. Im Hintergrund erhebt sich die imposante Skyline.
Roman & Berni waren begeistert von den gläserne Hochhäuser und der modernen Architektur, welche mit älteren Gebäuden in Harmonie koexistieren. Wir schlenderten durch die Straßen oder ließen uns auf einer Parkbank nieder um dem Treiben der Leute zuzusehen. Trotz der Großstadt wirkten die meisten relaxt und waren äußerst freundlich. Auch die Schrittgeschwindigkeit der Geschäftsleute wirkte weniger hastig, als in anderen Städten. Trotz der großen Sandstürme ein paar Tage zuvor war die Luft sehr sauber und klar.
An den ersten Tagen nach der Ankunft aus Südamerika kämpften wir etwas mit dem Jetlag, schafften aber die wichtigsten Sehenswürdigkeiten zu Fuß zu erkunden (18km). Bei unserem zweiten Aufenthalt vor der Abreise besuchten wir das Sydney Aquarium mit seinem Krokodilen und Haifischen, welche in riesigen Becken nur weniger Zentimeter über einem vorbeischwimmen. Nach diesen faszinierenden Kreaturen dinierten Roman & Berni vorzüglich in einem der Hafenbecken-Lokale und hatten anschließend leichte Geldnachschubprobleme. Die Kreditkarte lag versehentlich noch gut verstaut in der Jugendherberge und Roman fand erst nach sicherlich einer halben Stunde einen Bankomaten in einem kleinen Supermarkt, während Berni im Lokal die Stellung hielt.
Um anschließend wieder etwas ruhiger zu werden, gingen wir ins nahe gelegene IMAX-Kino, welches angeblich die größte Leinwand der Welt besitzt. Hier sahen wir uns einen Live-Konzert-Mitschnitt der irischen Band U2 in 3D an und waren total von der Technik begeistert. Nur beim Konzert selbst zu sein, kann das Erlebnis übertrumpfen.
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Sonntag, 11. Oktober 2009
Freitag, 9. Oktober 2009
38. Byron Bay
Mit dem Flugzeug ging es von Alice Springs mit 7h Zwischenstopp in Adelaide nach Brisbane. In Adelaide verbrachten wir die meiste Zeit damit Fotos von unserem Uluru-Trip zu sortieren und im IKEA nahe des Flughafens. Dort wollten wir uns nicht mit einem neuen Küchenkastel für unseren Rucksack ausstatten, sondern wir versuchten dem teueren Flughafenrestaurants zu entkommen. Die vertraute Atmosphäre und die Fleischbällchen ließen ein paar Heimatgefühle aufkommen. Schon interessant was einem alles an Heimat erinnert, wenn man lange unterwegs ist.
Von Brisbane selbst haben wir außer ein paar partyhungrigen Backpackern nichts gesehen, denn wir wollten so schnell wie möglich nach Byron Bay. Dieser östlichste Punkt von Australien ist ein Surferparadies und auch deshalb verströmt der Ort eine relaxte Atmosphäre. Im Gegensatz zu den anderen Badeorten an der Goldküste, die wir während der Busfahrt durchquerten, gibt es hier keine Hotelburgen und er konnte der Kleinstadtscharm erhalten werden. Vor allem jetzt vor Beginn der Hauptsaison ist es ein sehr angenehmes Gefühl entlang der Hauptstraße oder des 14km langen Strands zu spazieren.
Wir kamen in einer Backpacker-Unterkunft etwas außerhalb des Ortes unter, welche von einem Schwemmgebiet umgeben ist. In mitten dieser "Urwald"-Idylle bezogen wir eine Zelt-Hütte mit richtigen Bett und kleiner Veranda direkt vor einem kleinem Tümpel. Abends konnten wir zum Einschlafen immer einer Jam-Session von der gegenüberliegenden Seeseite lauschen und morgens wurden wir von für uns europäischen Ohren ungewöhnliche Vogelstimmen geweckt. Am ganzen Gelände konnten wir Tiere beobachten, welche wir zuvor noch nie frei lebend gesehen hatten. Überall liefen Truthähne herum und beim gehen mußten wir aufpassen nicht auf die Echsen zu steigen, welche sich in der Sonne wärmten. Diese hofften wohl durch ihre Tarnfarben unentdeckt zu bleiben. In der Nacht besuchte uns einmal ein "Nasch"-Bär, welcher es auf unsere Kekse abgesehen hatte.
In dieser Umgebung kann man leicht vergessen, daß diese Unterkunft zusammen mit dem angeschlossenen Campingplatz bis zu 400 junge Reisende faßt. Auch die meisten Angestellten sind Traveller, die für einige Zeit aufgrund des Flairs hängengeblieben sind und sich so den Aufenthalt finanzieren.
Die drei Tage hier vergingen wie im Flug mit Schwimmen, Sonnen, Strandwanderungen, Essen, Trinken, Schlafen und einer sehr interessanten, wie amüsanten Buschwanderung. Am letzten Nacht saßen wir alleine im heißen Pool mit eine Flasche australischen Rotweins in der Hand und resümierten die letzten Tage.
Von Brisbane selbst haben wir außer ein paar partyhungrigen Backpackern nichts gesehen, denn wir wollten so schnell wie möglich nach Byron Bay. Dieser östlichste Punkt von Australien ist ein Surferparadies und auch deshalb verströmt der Ort eine relaxte Atmosphäre. Im Gegensatz zu den anderen Badeorten an der Goldküste, die wir während der Busfahrt durchquerten, gibt es hier keine Hotelburgen und er konnte der Kleinstadtscharm erhalten werden. Vor allem jetzt vor Beginn der Hauptsaison ist es ein sehr angenehmes Gefühl entlang der Hauptstraße oder des 14km langen Strands zu spazieren.
Wir kamen in einer Backpacker-Unterkunft etwas außerhalb des Ortes unter, welche von einem Schwemmgebiet umgeben ist. In mitten dieser "Urwald"-Idylle bezogen wir eine Zelt-Hütte mit richtigen Bett und kleiner Veranda direkt vor einem kleinem Tümpel. Abends konnten wir zum Einschlafen immer einer Jam-Session von der gegenüberliegenden Seeseite lauschen und morgens wurden wir von für uns europäischen Ohren ungewöhnliche Vogelstimmen geweckt. Am ganzen Gelände konnten wir Tiere beobachten, welche wir zuvor noch nie frei lebend gesehen hatten. Überall liefen Truthähne herum und beim gehen mußten wir aufpassen nicht auf die Echsen zu steigen, welche sich in der Sonne wärmten. Diese hofften wohl durch ihre Tarnfarben unentdeckt zu bleiben. In der Nacht besuchte uns einmal ein "Nasch"-Bär, welcher es auf unsere Kekse abgesehen hatte.
In dieser Umgebung kann man leicht vergessen, daß diese Unterkunft zusammen mit dem angeschlossenen Campingplatz bis zu 400 junge Reisende faßt. Auch die meisten Angestellten sind Traveller, die für einige Zeit aufgrund des Flairs hängengeblieben sind und sich so den Aufenthalt finanzieren.
Die drei Tage hier vergingen wie im Flug mit Schwimmen, Sonnen, Strandwanderungen, Essen, Trinken, Schlafen und einer sehr interessanten, wie amüsanten Buschwanderung. Am letzten Nacht saßen wir alleine im heißen Pool mit eine Flasche australischen Rotweins in der Hand und resümierten die letzten Tage.
Stichwörter:
Adelaide,
Australien,
Byron Bay
Montag, 5. Oktober 2009
37. Red Center
Berni's Traum folgend sind wir in "Alice Springs" mitten im sogenannten "Red Center" von Australien angekommen. Beim Anflug sahen wir wie einige Sandstürme über das Outback fegten und die uns beim Landeanflug etwas durchschüttelten. Wir hatten schon Befürchtungen für die nächsten Tage, jedoch sollte das Wetter sich uns nur von seiner besten Seite zeigen. Trockene, angenehm warme bis heiße Temperaturen unter Tags und in der Nacht kühlte es wohl kaum unter 10°C ab. Die Nachttemperaturen waren für uns nicht ganz unwichtig, denn während unserer Drei-Tages-Tour zum Uluru (ehemals "Ayers Rock" genannt) übernachteten wir unter dem klaren Sternenhimmel des australischen Outbacks in Swags (so eine Art Überschlafsack). Auch jede Menge Sand, Staub, Dreck, lästige Fliegen und Schürfwunden vom Feuerholzsammeln waren in dem Trip inkludiert. Kurz gesagt: eine richtige Outbackerfahrung in einer für uns Touristen zumutbaren Dosierung! *G*
Unterwegs bekamen wir unsere ersten Kangaroos zu Gesicht, allerdings waren diese allesamt von Autos überfahren worden. Neben der Straße wächst, aufgrund des Wasser, welches bei Regen auf der Straße sammelt und des H2O, welches in den Abgasen der Fahrzeuge enthalten ist, das saftigste und grünste Gras. Zur Abenddämmerung kommen die Tiere zu den quer durch die Wüste gezogenen Straßen um zu Fressen und finden dabei viel zu oft den Tod. Ein häufiger Grund ist aber auch die überhöhte Geschwindigkeit bzw. die mit dieser Situation unerfahrenen Mietwagenfahrern. Davon zeugte auch ein Kleinbus am Straßenrand, welcher vermutlich ein Rind frontal genommen hatte und als Totalschaden liegen blieb.
Unser Guide Sam brachte uns auf jeden Fall sicher durch das Outback und wir machten nicht nur beim berühmten "Uluru" halt, sondern bewanderten auch die "Kings Canyons" und "Kata Tjuta" (ehemals "Olgas"). Roman und Berni waren fasziniert von den Steinformationen, die sich vor Millionen Jahren gebildet haben und freuten uns über einen strahlend, blauen Himmel, der einen herrlichen Kontrast zum roten Sandgestein abgab. Uns überraschte die Vielzahl der Bäume und Sträucher mit dem das Outback bewachsen ist, denn wir hatten uns dies eher immer wie eine Sandwüste vorgestellt. Die meisten waren allerdings davon vertrocknet oder durch die Hitze verbrannt.
Der Uluru selbst ist der größte Monolith der Welt und hat eine Größe von 350m. Seine rote Farbe - für die er so bekannt ist - kommt vom hohen Eisengehalt. Beim genauen Hinsehen erkennt man, daß er an der Oberfläche Löcher aufweist, welche nach Blitzschlägen entstanden sind (Wasser im Fels dehnt sich durch die hohe Hitze aus, womit es zu den Löchern kommt). Diese imposante Erscheinung in Mitten der flachen Ebene läßt vor allem beim Sonnenauf- wie -untergang durch seine stetig ändernde Farbenpracht einen bleibenden Eindruck. Es ist daher kein Wunder, warum dieser bei den Aborigines als heilig angesehen wird.
Wir bekamen auch die Gelegenheit das Heiligtum in guten 2 1/2 Stunden zu Fuß zu umrunden, wobei wir Höhlenmalereien, einige Ritualplätze und die in der Wüste so wichtigen Wasserstellen bewundern konnten. Sam erzählte uns einige Geschichten über und von den Aborigines, die vor gut 7 Jahren zuletzt hier Zeremonien abhielten (der Uluru war nie eine Dauerkultstätte). Während wir seinen Erzählungen lauschten fühlten wir uns wie Schulkinder.
Übernachtet wurde zum Teil ohne Zelte direkt in der Pampa am Boden, wobei jeder versuchte nah beim Lagerfeuer zu liegen. Wir bekamen Anweisungen, wie z.B. die Schuhe zu verstauen sind, damit sie nicht von Dingos gestohlen werden und was für Tiere uns in der Nacht sonst noch überraschen könnten. Nach dem stärkenden Abendessen rollten wir unsere Swags aus, legten uns mit unseren Schlafsäcken hinein und beobachteten die Sterne über uns. Durch den Vollmond, war zwar die nicht die volle Sternenpracht zu sehen, aber zumin. war der nächtliche Toilettengang auch ohne Taschenlampe ungefährlich.
Viel Zeit um Schlafen blieb nie, denn wir standen jeweils vor Sonnenaufgang auf um Naturschauspiele erleben zu können und so waren wir auch recht Müde als wir nach Alice Springs zurückkehrten.
In Alice Springs sahen wir das einzige Mal Eingeborene in Australien und diese waren eigentlich ein trauriger Anblick, denn sie wirkten sehr heruntergekommen, alkoholabhängig und lungerten in der Stadt herum. Die Gründe hierfür dürften sehr vielfältig und komplex sein. Zum einen fällt es uns schwer ihre doch sehr unterschiedlichen Gesichtsausdrücke richtig zu deuten, andererseits sind dies meist Leute, die von ihren eigenen Stamm verstoßen wurden, und keinen anderen Platz haben, wo sie hingehen können. In der Stadt gibt ihnen kaum jemand Arbeit, was wohl immer noch geschichtlich bedingt ist. Noch vor rund 40 Jahren wurden die Ureinwohner im Gesetz unter "Fauna und Flora" geführt und waren eigentlich gar keine Menschen. Erst in den letzten Jahrzehnten auf Druck der Bevölkerung änderten sich langsam die Gesetze in Richtung Gleichberechtigung. In knapp hundert Jahren sollen die Menschen ihr geraubtes Land wiederbekommen, welches im Moment als geleast angesehen wird.
Wie schon oben erwähnt scheint Alkohol in Australien generell als starkes Problem gesehen zu werden und im speziellen in den "Northern Territories", wo sich auch Alice Springs befindet. In den Supermärkten darf kein Alkohol verkauft werden, allenfalls in anliegenden "Bottelshops". Hierbei wurde von Roman in Alice Springs der Reisepaß verlangt, obwohl er ja nicht gerade wie unter 18 aussieht. Die Ausweisnummer wurde notiert, so daß es nicht möglich ist pro Tag in verschiedenen Märkten Alkohol für mehr als ~60 EUR zu erwerben. Eine Party kann man mit diesem Betrag auf jeden Fall nicht ausrichten, aber "Big Brother" freut sich sicherlich über diese gewissenhafte Datenerfassung.
Abschließend gibt es noch eine schöne positive Anekdote zu berichten: Ein Mitreisender auf der Tour zum Uluru hatte auf eine Raststation seine Tasche mit Allem (Reisepaß, Geld, Kreditkarte, Telefon, etc.) liegen gelassen und ist erst einige Kilometer später aufgefallen. Ein ehrlicher Finder hatte die Tasche bei der Raststation abgegeben und nach einige Telefonaten wurde die Tasche mit vollständigem Inhalt am nächsten Tag nach Alice Springs geschickt.
Unterwegs bekamen wir unsere ersten Kangaroos zu Gesicht, allerdings waren diese allesamt von Autos überfahren worden. Neben der Straße wächst, aufgrund des Wasser, welches bei Regen auf der Straße sammelt und des H2O, welches in den Abgasen der Fahrzeuge enthalten ist, das saftigste und grünste Gras. Zur Abenddämmerung kommen die Tiere zu den quer durch die Wüste gezogenen Straßen um zu Fressen und finden dabei viel zu oft den Tod. Ein häufiger Grund ist aber auch die überhöhte Geschwindigkeit bzw. die mit dieser Situation unerfahrenen Mietwagenfahrern. Davon zeugte auch ein Kleinbus am Straßenrand, welcher vermutlich ein Rind frontal genommen hatte und als Totalschaden liegen blieb.
Unser Guide Sam brachte uns auf jeden Fall sicher durch das Outback und wir machten nicht nur beim berühmten "Uluru" halt, sondern bewanderten auch die "Kings Canyons" und "Kata Tjuta" (ehemals "Olgas"). Roman und Berni waren fasziniert von den Steinformationen, die sich vor Millionen Jahren gebildet haben und freuten uns über einen strahlend, blauen Himmel, der einen herrlichen Kontrast zum roten Sandgestein abgab. Uns überraschte die Vielzahl der Bäume und Sträucher mit dem das Outback bewachsen ist, denn wir hatten uns dies eher immer wie eine Sandwüste vorgestellt. Die meisten waren allerdings davon vertrocknet oder durch die Hitze verbrannt.
Der Uluru selbst ist der größte Monolith der Welt und hat eine Größe von 350m. Seine rote Farbe - für die er so bekannt ist - kommt vom hohen Eisengehalt. Beim genauen Hinsehen erkennt man, daß er an der Oberfläche Löcher aufweist, welche nach Blitzschlägen entstanden sind (Wasser im Fels dehnt sich durch die hohe Hitze aus, womit es zu den Löchern kommt). Diese imposante Erscheinung in Mitten der flachen Ebene läßt vor allem beim Sonnenauf- wie -untergang durch seine stetig ändernde Farbenpracht einen bleibenden Eindruck. Es ist daher kein Wunder, warum dieser bei den Aborigines als heilig angesehen wird.
Wir bekamen auch die Gelegenheit das Heiligtum in guten 2 1/2 Stunden zu Fuß zu umrunden, wobei wir Höhlenmalereien, einige Ritualplätze und die in der Wüste so wichtigen Wasserstellen bewundern konnten. Sam erzählte uns einige Geschichten über und von den Aborigines, die vor gut 7 Jahren zuletzt hier Zeremonien abhielten (der Uluru war nie eine Dauerkultstätte). Während wir seinen Erzählungen lauschten fühlten wir uns wie Schulkinder.
Übernachtet wurde zum Teil ohne Zelte direkt in der Pampa am Boden, wobei jeder versuchte nah beim Lagerfeuer zu liegen. Wir bekamen Anweisungen, wie z.B. die Schuhe zu verstauen sind, damit sie nicht von Dingos gestohlen werden und was für Tiere uns in der Nacht sonst noch überraschen könnten. Nach dem stärkenden Abendessen rollten wir unsere Swags aus, legten uns mit unseren Schlafsäcken hinein und beobachteten die Sterne über uns. Durch den Vollmond, war zwar die nicht die volle Sternenpracht zu sehen, aber zumin. war der nächtliche Toilettengang auch ohne Taschenlampe ungefährlich.
Viel Zeit um Schlafen blieb nie, denn wir standen jeweils vor Sonnenaufgang auf um Naturschauspiele erleben zu können und so waren wir auch recht Müde als wir nach Alice Springs zurückkehrten.
In Alice Springs sahen wir das einzige Mal Eingeborene in Australien und diese waren eigentlich ein trauriger Anblick, denn sie wirkten sehr heruntergekommen, alkoholabhängig und lungerten in der Stadt herum. Die Gründe hierfür dürften sehr vielfältig und komplex sein. Zum einen fällt es uns schwer ihre doch sehr unterschiedlichen Gesichtsausdrücke richtig zu deuten, andererseits sind dies meist Leute, die von ihren eigenen Stamm verstoßen wurden, und keinen anderen Platz haben, wo sie hingehen können. In der Stadt gibt ihnen kaum jemand Arbeit, was wohl immer noch geschichtlich bedingt ist. Noch vor rund 40 Jahren wurden die Ureinwohner im Gesetz unter "Fauna und Flora" geführt und waren eigentlich gar keine Menschen. Erst in den letzten Jahrzehnten auf Druck der Bevölkerung änderten sich langsam die Gesetze in Richtung Gleichberechtigung. In knapp hundert Jahren sollen die Menschen ihr geraubtes Land wiederbekommen, welches im Moment als geleast angesehen wird.
Wie schon oben erwähnt scheint Alkohol in Australien generell als starkes Problem gesehen zu werden und im speziellen in den "Northern Territories", wo sich auch Alice Springs befindet. In den Supermärkten darf kein Alkohol verkauft werden, allenfalls in anliegenden "Bottelshops". Hierbei wurde von Roman in Alice Springs der Reisepaß verlangt, obwohl er ja nicht gerade wie unter 18 aussieht. Die Ausweisnummer wurde notiert, so daß es nicht möglich ist pro Tag in verschiedenen Märkten Alkohol für mehr als ~60 EUR zu erwerben. Eine Party kann man mit diesem Betrag auf jeden Fall nicht ausrichten, aber "Big Brother" freut sich sicherlich über diese gewissenhafte Datenerfassung.
Abschließend gibt es noch eine schöne positive Anekdote zu berichten: Ein Mitreisender auf der Tour zum Uluru hatte auf eine Raststation seine Tasche mit Allem (Reisepaß, Geld, Kreditkarte, Telefon, etc.) liegen gelassen und ist erst einige Kilometer später aufgefallen. Ein ehrlicher Finder hatte die Tasche bei der Raststation abgegeben und nach einige Telefonaten wurde die Tasche mit vollständigem Inhalt am nächsten Tag nach Alice Springs geschickt.
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